Bernd Marzi Fotografie
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Warum ich Facebook nicht bediene und doch nicht drum herum komme

Facebook ist ein Zeitfresser mit dem Niveau des Boulevard, oberflächlich und voller unausgereifter Gedanken, voll von Hetze, von Missgunst und Selbstdarstellungen. Doch wie Alles hat auch Facebook 2 Seiten und man kommt nicht herum diesen Kanal zu nutzen. Zu groß, zu mächtig, zu schön die Chancen.

Was mich immer mehr ärgert ist das Niveau der Kommentare und vor allem die Ziellosigkeit vieler Diskutanten. Es ist deprimierend, dass es vielen nur darum geht jemanden niederzuschreien.
Diskussion verstehe ich hingegen als Spiel mit allen Tricks und Techniken aber immer mit Respekt und mit dem Ziel, dass am Ende alle mit mehr Erkenntnis den Tag zufrieden beschließen.

Ich werde den Eindruck nicht los, dass sich die Timeline verändert hat. Mehr Werbung. Als wäre man über einen langen Zeitraum geködert worden, hat sich in die Abhängigkeit dieses Mediums begeben und nun wird der eigentliche Grund, Beeinflussung zum Kauf, deutlich.

Die Auswahl, die es zu mir schafft, verstehe ich nicht. Sie ist extrem begrenzt. Bei der Anzahl meiner „Freunde“ tauchen immer nur die Posts der immer Gleichen auf. Sind alle anderen genauso faul wie ich?
Ich will mich nicht einem Algorithmus unterwerfen. Es gibt diese Handlungen, die Erfolg versprechen sollen. Fast schon eine Wissenschaft, hinter vorgehaltener Hand weitergegeben. Doch scheinen mir diese Maßnahmen eine höhere Reichweite zu erreichen so zeitaufwändig so groß, dass gar keine Zeit mehr bleibt produktiv zu arbeiten. Die Schlange beißt sich in den Schwanz.

Mathematik ist die universelle Sprache und ich spreche diese eher schlecht bis gar nicht. Warum sollte ich mich dem Diktat einer Sprache unterwerfen? Auch fällt mir auf, dass immer mehr Werbung auftaucht. Darüber hinweg zu scrollen ist die Lösung für ein relativ kleines Ärgernis. Mich nervt, dass diese personalisierte Werbung mich auf so wenig Themen beschränkt. Der Mensch ist doch ein komplexes Wesen, das von den verschiedensten Quellen Anregungen braucht um erfüllt zu leben.
Ist alles geplant, ist auch alles langweilig. Wenn die Sichtweise eingeschränkt wird und Überraschungen stören ist man bei Facebook genau richtig. Die Stichwort Filterblase und Echoraum kommen mir in den Sinn. Eine permanente Bestätigung der eigenen Vorurteile und Bestätigungen kann nicht zu Entwicklung führen.

Spannend ist noch die Beobachtung Werbung zu erhalten von einem Produkt, dass ich aufgrund eines Email-Angebots gekauft habe. Wozu ich einen Browser bemühte und dann in der FB-App taucht die Werbung auf…suspekt.

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